Breitband - Stationen
Breitband-Seismometer sind die höchstempfindlichen Erdbeben-Messgeräte.
Sie zeichnen ein breites Spektrum an Bodenbewegungen (etwa 0,003-0,01 Hz und 5-20 Hz) im Nanometerbereich unverzerrt auf. Daher eignen sich nur Standorte, an denen die Bodenunruhe sehr gering ist, denn sowohl natürliche als auch künstliche Störquellen (Wind, Wasserläufe, Industrieanlagen, Verkehrswege, etc.) dürfen den Betrieb dieser hochempfindlichen Messapparate nicht beeinträchtigen. Immerhin sollen mit den Messgeräten Bodenbewegungen im Nanometerbereich beobachtet werden. Die Errichtung von 3-Komponenten Breitband-Stationen ist sehr aufwendig, erfordert die Herstellung einer aufwendigen Infrastruktur (Energieversorgung des Standorts, Datenverbindung, Absicherung, Blitzschutz, etc.) und den Einsatz erheblicher finanzieller Mittel für die Instrumentierung.
Funktionsweise:
Ein elektronisch geregeltes Rückkopplungssystem sorgt dafür, dass die Masse des Seismometers präzise den Bodenbewegungen folgt. Dazu wird ihre Position relativ zum Gehäuse – das fest mit dem Boden verbunden ist – mithilfe eines induktiven Wegaufnehmers erfasst. Über ein Magnetsystem mit Tauchspule wird eine Gegenkraft erzeugt, die die Masse in ihrer Ausgangsposition stabilisiert. Das dabei entstehende elektrische Signal, das diese Rückführungskraft steuert, wird als Messgröße verwendet.